Landesregierung im analogen Zeitalter stehengeblieben

pm_landtagDie CDU-Landtagsfraktion hat heute einen weiteren Antrag zur Digitalisierung in der Wissenschaft ins Plenum eingebracht (Drs. 16/8646). Dazu erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Berger:

„Bei der Digitalisierung ist die Landesregierung politisch offline. Bisher fehlt dieses zentrale Thema in den Planungsgrundsätzen für den Landeshochschulentwicklungsplan. Das Wort „Digitalisierung“ wird darin nicht einmal erwähnt – und das, obwohl Rot-Grün dort die Aufstellung der Hochschulen landesweit für die kommenden Jahre festlegen will.

Die CDU-Landtagsfraktion bringt mit ihrem heutigen Antrag weitere konkrete Vorschläge für die Digitalisierung im Wissenschaftsbereich in die Beratungen ein. Für uns ist klar, dass in Zukunft der digitale Fortschritt beim Lernen immer mehr Raum einnehmen wird. Das gelingt nur mit einer angemessenen Ausstattung und mehr Anreizen für die Lehrenden, sich hier fortzubilden und einzubringen. Ohne ein koordinierendes Zentrum, dass beispielsweise die IT-Kompetenzen vernetzt, Aus- und Weiterbildung entwickelt und eine digitale Plattform für die Vorstellung und Diskussion von Forschungsergebnissen bereitstellt, wird Nordrhein-Westfalen immer weiter abgehängt.

Während Länder wie Baden-Württemberg, Bayern oder Hamburg digital voranschreiten, verharrt Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen im analogen Zeitalter. Anstatt die Hochschulen zu stärken, denkt die Landesregierung lieber über Anwesenheitsregelungen, Beschränkungen der Forschung, Abschaffung der Hochschulfreiheit oder Umbenennung der Studentenwerke nach.“
© Rita Klöpper 2017